Im gehobenen Gastgewerbe wird die Markenidentität nicht nur durch ein Logo oder einen Slogan ausgedrückt. Gäste erleben die Marke durch den Raum — Farbe, Licht, Klang, Duft und besonders kunst . Wenn gezielt zusammengestellt, werden Ölgemälde zu mehr als nur Dekoration. Sie fungieren als narrative Werkzeuge, die prägen, wie Gäste den Charakter und die Werte des Hotels wahrnehmen.
In den letzten Jahren haben viele gehobene Hotels sich stillschweigend von massenproduzierten Drucken hin zu handgemalte Kunstwerke gewandt. Der Grund ist einfach: Originale Gemälde vermitteln Authentizität — und Authentizität stärkt das Markenerzählen.
Im Folgenden ist ein praktischer Rahmen dargestellt, der erklärt, wie Ölgemälde Hotels dabei helfen, reichere und einprägsamere Geschichten zu erzählen.
Heutige Reisende wollen Kontext. Sie möchten spüren, wo sie sind, nicht nur, wo sie übernachten.
Ölgemälde ermöglichen es Hotels, visuell zu verbinden mit:
örtlichen Landschaften und Wahrzeichen
regionale Kultur und handwerkliche Traditionen
historische Erzählungen, die für den Reiseort einzigartig sind
zeitgenössische Künstler, die in der Gemeinschaft arbeiten
Da jedes Gemälde individuell entsteht, weist es subtile Variationen auf – Texturen, Pinselstriche, Farbnuancen – die lebendig wirken. Ein gerahmter Druck derselben Szene mag Informationen vermitteln, aber selten vermittelt er präsenz .
Gäste erinnern sich oft an das Hotel, das „mit der Stadt verbunden wirkte“, nicht an das, das jeder anderen Unterkunft glich.
Eine Hotelmarke könnte sich folgendermaßen positionieren:
leise luxuriös
abenteuerlich und kreativ
wellness-orientiert
kulturell verfeinert
urban und energiegeladen
Ölgemälde unterstreichen diese Eigenschaften durch Entscheidungen wie:
palette (sanfte Neutraltöne, starke Kontraste, erdige Farbtöne)
zusammensetzung (geordnet vs. expressiv)
motivwahl (abstrakte Stimmung vs. figurative Erzählkunst)
maßstab (intime Korridorarbeiten vs. markante Lobbystücke)
Da Gemälde individuell anpassbar sind, können Markenteams eine konsistente visuelle Sprache über alle Standorte hinweg aufbauen – und gleichzeitig sicherstellen, dass sich jeder Ort authentisch und standortspezifisch anfühlt.
Geschichtenerzählen funktioniert, wenn es Emotionen weckt. Ölgemälde erreichen dies durch Oberflächentiefe und mehrschichtiges Licht, das subtile Schatten und haptische Vielfalt erzeugt.
Gäste interpretieren diese Signale intuitiv als:
pflege
handwerk
beständigkeit
Drucke hingegen neigen dazu, emotionale Signale zu verebnen. Selbst schön gerahmte Reproduktionen können sachlich wirken – als ob die Geschichte an der Glasscheibe endet.
In zentralen Erzählraumzonen — Eingangsbereiche, Lounges, Suiten, Executive-Etagen — textur wird zum Erzählstrang . Sie deutet auf Zeit, Prozess und menschliche Berührung hin.
Hotels sind voller Übergangsbereiche: Aufzüge, Flure, Treppenhäuser, Vorraumzonen. Anstatt diese Zonen neutral zu belassen, können gezielt zusammengestellte Reihen von Ölgemälden „Kapitel“ in der Gästereise schaffen.
Beispiele hierfür sind:
eine Flurreihe, die die Stimmungen der lokalen Küstenlandschaft darstellt
abstrakte Interpretationen der regionalen Architektur
thematische Variationen, die an die Herkunftsgeschichte der Marke anknüpfen
saisonale Kollektionen, die im Laufe der Zeit aktualisiert werden
Das Ergebnis ist eine subtile Erzählung, die sich entfaltet, während die Gäste das Gebäude durchqueren – ohne auf Beschilderung oder Erklärungen angewiesen zu sein.
Premium-Reisende zeigen zunehmend Skepsis gegenüber massenproduzierten Umgebungen. Handgefertigte Kunst zeigt, dass das Hotel in originäre Kreationen statt in standardisierte Dekoration investiert.
Dieser Eindruck untermauert Markenwerte wie:
integrität
liebe zum Detail
engagement für Kultur
nachhaltiges, langfristiges Denken
Für Lifestyle- und Luxusmarken führt diese wahrgenommene Authentizität direkt zu gästezufriedenheit und Markentreue — auch wenn die Gäste nicht genau erklären können, warum sich der Raum anders anfühlt.
Da Ölgemälde in Auftrag gegeben, umplatziert und zu langfristigen Sammlungen zusammengestellt werden können, werden sie Teil der sich entwickelnden Erzählung des Hotels. Langfristig können sie unterstützen:
rebranding-Maßnahmen
geschichte der Renovierung
marketingkampagnen und redaktionelle Fotografie
zusammenarbeit mit lokalen Künstlern und Institutionen
In diesem Sinne fungiert Originalkunst als narratives Instrument mit Asset-Charakter — eine nachhaltige Investition statt eines austauschbaren Zubehörs.
Hotels setzen manchmal auf generische Drucke, die lediglich farblich passen, aber keine thematische Aussagekraft besitzen. Das Ergebnis wirkt zwar stimmig, jedoch leer.
Zweckgebundene Ölgemälde helfen dabei, häufige Probleme zu lösen:
zimmer wirken austauschbar statt gezielt kuratiert
lobbybereiche verlassen sich zu sehr auf Möbel, um Persönlichkeit zu vermitteln
markengeschichten existieren nur in Broschüren, nicht im räumlichen Umfeld
Durch sorgfältig ausgewählte Gemälde wandert die Geschichte aus dem Markenhandbuch hinein in die erlebte Erfahrung des Gastes.
Beim Prüfen von Wandkunst-Optionen folgende Frage stellen:
Welche Geschichte muss dieses Objekt erzählen — über Ort, Menschen oder Markenwerte?
Wo wird die Erzählung die größte emotionale Wirkung entfalten? (Lobbys, Suiten, Lounges, Konferenzbereiche)
Welche Kunstwerke sollten original sein, und wo können Drucke strategisch eingesetzt werden?
Kann ein Lieferant Kunst anpassen, um sie mit der Markenidentität an mehreren Standorten abzustimmen?
Gezielt eingesetzt verwandeln Ölgemälde das Innendesign in erzählerisches Design – und genau hier unterscheidet sich gehobene Gastfreundschaft wirklich.
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